Santa Cruz, Carmel by the Sea und Santa Barbara

23 02 2018

Hey Leute,

da ich in letzter Zeit etwas unmotiviert und müde am Abend war, musstet ihr ein wenig länger auf den neuen Blogeintrag warten. Da meine beiden Kumpanen mir schon dauernd in den Ohren liegen, dass sie endlich die Fortsetzung von meinem Blog lesen wollen, kommt nun also die Fortsetzung.

In den letzten drei Tagen sind wir die Küstenstraße „1“ und teilweise auch den Highway „101“ von San Francisco nach Camarillo (in der Nähe von LA) gefahren. Am Tag 1 ging es über ein paar schöne Strandbuchten und einem etwas enttäuschendem Leuchtturm nach Santa Cruz (eine kleine Stadt, die hauptsächlich bei Surfern wegen ihrer tollen Wellen sehr beliebt ist). Dort am Pier findet sich ein dauerhaft installierter Rummel, der aber zu dieser Jahreszeit leider nicht betrieben wurde. Somit hat das ganze etwas surreal und apokalyptisch gewirkt. Aber sehr selbst:

Am frühen Abend haben wir dann in Salinas im Motel eingecheckt und wohlverdient die Beine hochgelegt.

Am Tag 2 ging es in die Gefilde der Reichen, nämlich nach Monterrey und Carmel by the Sea. Diese beiden Städtchen liegen an einer steinigen Küste, manchmal mit weißen, sehr feinen Sandstränden durchbrochen. Carmel besteht quasi nur aus Ferienwohnung, die jeweils mehrere Millionen kosten, sehr unterschiedlich ausschauen und bei denen jede bauliche Veränderungen im allgemeinen Konsens abgesegnet werden muss, damit es keine Bausünden gibt. Clint Eastwood hat es sogar einmal geschafft bei dieser Stadt Bürgermeister zu werden.

Nach einem weiteren Abstecher zu einem kleinen National Park, bei dem man die gigantischen Redwoodbäume bestaunen konnte, ging es die Küstenstraße weiter nach Süden, bis uns eine zufällig auftauchende Straßensperrung zum Umdrehen zwang.

Da es leider keine weitere Umfahrung gab, mussten wir eine kleine, serpentinenreiche und nicht offiziell ausgezeichnete Straße über die Berge nehmen, die sich im Endeffekt als Umweg herausgestellt hat… Zudem haben wir auf dieser Straße noch eine aufregende Erfahrung gehabt. Nach circa 1,5h fast völliger Isolation (ca. alle 15-20 min kam uns mal ein Auto entgegen) sind wir aus dem tiefen Wald hervorgebrochen und haben noch so halb mitbekommen, dass wir in ein US Army Gebiet eingetreten waren. Links und rechts von sanften Hügeln umgeben und einsam auf einer schlecht geteerten Straße durch eine Art Steppengebiet fahrend, haben wir ab und an frische Fahrzeugspuren im Gras, Barrikaden mit der Aufschrift „Open Fire“ und verbrannte Bäume bemerkt. Mit ziemlich mulmigen Gefühl entdeckten wir dann auch noch einen Panzer und mehrere Fahrzeuge und Menschen mitten in der Steppe links von uns. Die Situation wurde aber schlagartig aufgelockert, als wir auch zwei SUVs genau auf der gegenüberliegenden Seite ausmachen konnten, bei denen ein paar Chinesen davor standen und erst einmal ein paar Fotos von dem Manöver gemacht haben. 🙂 Wir sind bestimmt noch gute 10 min weiter durch diesen Bereich gefahren bis wir uns entgegenkommende Humvees gesehen haben und etwas abseits von uns diesen bei Schießübungen zuschauen konnten. Nach einer geraumen Zeit haben wir dann endlich das Areal verlassen und konnten den Namen des Stützpunktes lesen: Fort Hunter Ligget. Im Motel in Morro Bay angekommen, haben wir dann erst einmal gegoogelt und herausgefunden, dass dort Manöver und aktive Schießübungen durchgeführt werden.

Heute ging es dann die Royal Road hinunter von Morro Bay über die super tolle und spanisch angehauchte Stadt Santa Barbara, nach Camarillo. Den ersten Stopp gab es in Guadalupe, bei dem wir riesige Sanddünen bestaunen konnten und bei denen unter anderem auch die Filme von „Fluch der Karibik“ teilweise gedreht wurden.

In Santa Barbara war es dann endlich mal auch einigermaßen warm, sodass man einmal seinen Pulli ablegen und im T-Shirt herumlaufen konnte. Wir sind dann ein wenig durch die verträumte Stadt spaziert und haben uns dann gegen Abend auf den Weg zur heutigen Übernachtung nach Camarillo aufgemacht, bei der wir morgen über Malibu nach LA durchstarten werden.

Ich hoffe, dass nun weniger Rechtschreibfehler im Beitrag enthalten sind, Matze. Ist aber auch echt schwer, wenn man bei jedem Satz durch deine gesammelten Weisheiten unterbrochen wird! 🙂

Bis bald und viele Grüße

Steve

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San Francisco

21 02 2018

Hey Leute,

was war das gestern für ein wahnsinnig toller Tag in San Francisco… Ich kann wirklich nur jeden diese Stadt empfehlen (tolles Flair, schöne Architektur).

Nach einem organic Frühstück mit Blueberry Pancakes und Spinatomlett, haben wir erst einmal das Pier 39 in der Fishermen‘s Wharf besichtigt (Souvenirstände, Einkaufsgeschäfte und eine Art Kirmes vermischt). Zu unserem Glück war den ganzen Tag kaum etwas los in der Stadt aufgrund des President Day‘s. Nachdem wir die alten Fischerhallen, Boote und sogar sich räkelnde Seehunde bestaunt haben, ging es über Chinatown (nach dem Vorbild Guangdongs nach einem Erdbeben aufgebaut) und über mehrere Hügel (einschließlich Lombard Street (sehr berühmte Straße, die eng in Schlangenlinienform vom Hügel ins Tal führt)) zum Financial District nach Downtown. Dort mussten erste Opfer erbracht werden, da Matze durch das viel zu süße und nur kurzanhaltende Frühstück durch das ständige Bergauf- und Bergabgehen gleich mal unterzuckerte. Nach 2 Powerriegeln aus einem Supermarkt/Apotheke (genaueren Bericht zu dieser Art von „Apotheke“ folgt noch) waren die Akkus wieder aufgeladen und wir waren startbereit für den 49-Meilen-Scenic-Drive (glücklicherweise nicht zu Fuß :)). Diese Aussichtsfahrt führt durch ganz San Francisco, bei dem man auch mit dem Auto durch den riesigen Golden Gate Park fährt. Als krönenden Abschluss unseres Tages haben wir von einem Hügel des Twin Peaks Park den Sonnenuntergang genossen.

Nach einem kleine Abstecher in den In n out Burger, merkte ich erst wieder im Motel, dass ich meine Rucksack mit meinem Reisepass dort vergessen hatte! Wir sind sofort wieder zurück geheizt, aber der Rucksack war schon weg…Ich habe mir schon die nächsten unschönen Schritte überlegt, die ich jetzt unternehmen muss, während ich hoffnungslos auf eine ewig dauernde Suchaktion des Personals gewartet habe. Mit mehr Glück als Verstand wurde tatsächlich mein Rucksack abgegeben. Völlig platt von der ganzen Action sind wir dann auch recht zügig pennen gegangen.

Viele Grüße

Steve





Lone Pine – Mono Lake – San Francisco Bay Arealen

19 02 2018

Hey Leute,

da ich mich gestern leider aufgrund fehlenden Internets nicht melden konnte, berichte ich heute von Tag 2 und 3 des Roadtrips.

Nachdem wir im dunkeln in Lone Pine angekommen sind und uns einfach nur noch ins Bett haben fallen lassen, sind wir am morgen von der großartigen Kulisse, die sich aus der Sierrra-Bergkette zusammensetzt, beeindruckt worden. Von dem kleinen Städtchen Lone Pine kann man tolle Ausflüge und Wanderungen beispielsweise zum Mount Whitney, dem größten Berg der Vereinigten Staaten oder zu den Alabama Hills unternehmen, bei denen einige Filme (z.B. Lone Ranger, Gladiator) gedreht wurden.

Nach einem abermals üppigen American Breakfast, sind wir dann Richtung Mono Lake gestartet. Über mehrere Aussichtsstationen wie beispielsweise Bishop und Mammoth Lakes, haben wir gegen Nachmittag dann den Salzsee erreicht, dessen Pendant in Salt Lake City, Utah beheimatet ist. Der See formt über Jahre hinweg durch seinen sehr hohen Salzgehalt Salzgestein, das bizarre Formen annimmt.

Als Abstecher zu unserem geplanten Endziel des Tages, South Tahoe Lake, haben wir noch an einem alten Goldgräberstädtchen „Bodie“ gehalten, das früher knapp 10000 Menschen beheimatet hat. Leider haben wir die Skifahrersaison am Tahoe Lake unterschätzt und mussten erschöpft nach einer Unterkunft in westlicher Richtung suchen, da wir es nicht eingesehen haben in einem schäbigen Motel 210$ für 2 Personen zu zahlen. Allerdings war unser Domizil für die Nacht leider auch nicht so prickelnd (Gefahr einer explodierenden Heizung mit möglicher folgender CO-Vergiftung, eiskalte Dusche am Morgen und schlecht schließender Moteltür).

Neuer Tag, neues Abenteuer! Frühes Aufstehen, kalte Dusche, kein Frühstück, gleich auf die Straße.

Nach einer etwas holprigen Fahrt nach San Francisco mit ein paar Problemen, haben wir einen Zwischenstopp in Berkeley eingelegt (wirklich eine tolle Studentenstadt!) Dort haben wir dann gleich nach einer neuen Unterkunft für die Nacht mittels free Wifi dank Starbucks gesucht. Dies hat sich aber leider aufgrund mehrerer Umstände (President‘s Day, Sonntag, Ferien) als nicht rentabel erwiesen und somit sind wir auf gut Glück nach San Rafael (wir dachten, dass das bezahlbarer ist, als San Francisco) gefahren. Schlussendlich haben wir nach erneut zäher Suche ein Motel für 2 Nächte gefunden und sich zum Schluss gelangt, dass wir ab sofort nur noch im Voraus buchen, da es heute einfach zu stressig war.

Den restlichen Tag haben wir noch am Stinson Beach und an der Golden Gate Bridge verbracht. Der erste Eindruck von San Francisco ist wirklich toll und faszinierend.

Morgen erkunden wir dann die Stadt!

Viele Grüße

Steve





Death Valley

17 02 2018

Hey guys,

heute melde ich mich aus Lone Pine, nachdem wir das Death Valley durchquert haben und ein paar interessante Spots besichtigt haben.

Nach einem üppigen Frühstück in einem Diner in Vegas, bei dem ich erst einmal ein Omlett mit Kartoffeln und danach noch Pancakes gegessen habe, ging es richtig Death Valley. Nach circa 2 Std. kamen wir dann bei unserem ersten Aussichtspunkt, dem „Badwater Basin“ an. Dies ist der niedrigste Punkt in Nordamerika mit knapp 86m unter dem Meeresspiegel. Dort erstreckt sich eine relativ große Salzwüste.

Nach weiteren Stopps bei verschiedenen Aussichtspunkten für die Salzwüste, haben wir noch einen kleinen Spaziergang im „Artist’s Palette“ unternommen, bei dem die verschiedenen Felsformationen und -schichten bestaunt werden konnten. Danach haben wir noch ein paar Dünen bestaunt, die auf dem Weg zu unserem letzten Aussichtspunkt an diesem Tag lagen.

Am Ende unseres Reisetages haben wir dann noch den Ubehebe Crater besucht, wobei die Sonne schon untergegangen ist und es somit sehr schnell kalt in der Wüste wurde.

Essenstechnisch muss ich leider gestehen, dass ich meine halbe Pizza von gestern trotz mehrmaligem Essen immer noch nicht geschafft habe…

Morgen geht es dann über den Monolake und den Lake Tahoe nach San Francisco.

Viele Grüße

Steve

Hier seht ihr noch ein paar Bilder aus Las Vegas





Las Vegas

16 02 2018

Hey guys,

gestern Abend um 17:30 Uhr Ortszeit bin ich mit meinem Kumpel Matze mit etwas Verspätung in Las Vegas gut gelandet. Nach einem schlaflosen Flug, mussten wir uns erst einmal der Herausforderung der Einreise stellen, was aber im Endeffekt heißer gekocht, als serviert wurde. Nachdem schön alle zehn Fingerchen gescannt und ein Foto gemacht wurde, trafen wir außerhalb des Airports noch unsern Kumpel Martin, der mit uns die kommenden zwei Wochen durch Kalifornien reist.

Nachdem wir unser Auto (Hyundai Elantra) ausgesucht haben und ich mir noch ein Mountain Dew reingezogen habe, um etwas der Müdigkeit entgegenzuwirken, ging es endlich auf den Las Vegas Strip. Da es zu diesem Zeitpunkt schon dunkel war, haben wir die volle Pracht der Beleuchtung und des Feelings der Stadt gleich aufsaugen können. Ich habe mich wie ein kleines Kind gefühlt, das zum ersten Mal auf einem überdimensionalen Jahrmarkt ist, da es überall funkelt und klingelt. Es ist einfach ein atemberaubendes Gefühl!

Bevor es an die Automaten und Spieltische ging, liefen wir etwas den Strip ab und suchten gleichzeitig nach etwas essbaren. Schlussendlich sind wir in einer Pizzeria namens Giordanos gelandet. Wir hatten alle nur eine kleine (12 inches) und dünne (bei uns würde das trotzdem als ziemlich dicker Boden durchgehen) Pizza, bei der wir aber trotzdem kläglich versagt haben, da diese wirklich großzügig belegt war. Dies war mein absoluter Tiefpunkt bisher, da ich nur die Hälfte der Pizza geschafft habe…:)

Danach ging es dann an die Einarmigen Banditen und die Spieltische. Ich muss sagen, dass ich schon etwas enttäuscht war, da ich es mir doch etwas aufregender vorgestellt habe, auch aufgrund der vielen Hollywoodfilme.

Heute geht es über das Death Valley zum Mono Lake. Mehr dazu dann die kommenden Tage.

Viele Grüße

Steve